(Irsch) Werben um Nachwuchs hat sich die Irscher Feuerwehr auf die Fahnen geschrieben. Die Jugendfeuerwehr ist von einst 20 auf nur sieben Jungwehrleute geschrumpft. An zwei Tagen wurde dafür am Feuerwehrgerätehaus gefeiert, aber auch geübt.

     Aus drei Rohren wurde ein fiktiver Brand gelöscht. Die jungen Feuerwehrleute bauten ihre Ausrüstung in Ruhe, aber dennoch zügig auf. TV-Foto: Herbert            Thormeyer  Foto: Herbert Thormeyer (doth), Herbert Thormeyer ("TV-Upload Thormeyer”

Alles fängt bei der Jugendfeuerwehr mit lustigen Spielen an, damit die kleinen Brandbekämpfer, wenn sie groß sind, alles können, wenn es ernst wird. Die Irscher Feuerwehr hat dabei ein Problem: Vor 25 Jahren hatte die Feuerwehr noch 20 Nachwuchskräfte. Inzwischen sind es nur noch sieben. "Deshalb müssen wir als Feuerwehr im Gespräch bleiben", findet Wehrführer Dirk Benzschawel, wohl wissend, dass es kaum einen spontanen Beitritt zur Wehr geben wird. Aber ein toller Köllscher Abend mit mehr als 100 Besuchern und Gaudiwettkampf kann durchaus die Erinnerung wach halten.

 

Das Kistenstapeln an der Wand und das C-Schlauch-Zielwerfen gewann das Team Saarburg-Irsch, gefolgt von Teams aus Oberemmel und Irsch-Ayl. Neun Mannschaften waren angetreten. 150 bis 200 Gäste empfingen die Wehrleute am zweiten Tag. Das lag wohl auch an dem guten Essen, das zum sensationell niedrigen Preis angeboten wurde, gekocht vom Ehrenwehrführer Franz-Josef Benzschawel.
"Sehen Sie, meine Damen und Herren, hier wird nicht gerannt, sondern besonnen gearbeitet", klärt sein Sohn, der Wehrführer, das Publikum über die Übung der Nachwuchstruppe auf. Binnen weniger Minuten standen die Leitungen und es hieß "Wasser marsch" zum Löschangriff. Zwischen zehn und 16 Jahre alt sollte sein, wer hier mitmachen will. Auch erwachsene Quereinsteiger werden gerne aufgenommen. "Gerade Frauen sind willkommen. Die können alles genauso gut wie die Männer", weiß Wehrführer Benzschawel. Gelegenheit, sich die Jugendfeuerwehr näher anzuschauen, bieten deren Übungen am Feuerwehrgerätehaus am 6., 13. und 27. Juni, jeweils um 18 Uhr. doth 

 Quelle: Trierischer Volksfreund 30.05.2016